Gartenfriedhof

Der Gartenfriedhof – anfangs “Neuer Kirchhof vor dem Aegidienthore” – sonst auch Rosengarten genannt – wurde 1741 eröffnet und war vor allem für die Bevölkerung der Gartenvorstadt von Hannover gedacht. Er entwickelte sich aber bald zu einem der wichtigsten Friedhöfe der Stadt, bis er 1864 nach ca. 12.000 Beisetzungen geschlossen wurde. Auf ihm wurden zahlreiche Persönlichkeiten begraben, die Rang und Namen in Stadt und Land hatten: Ch. Ludwig von Arnswaldt, F. Wilhelm Ch. von Dachenhausen, Ernst Ebeling, Georg Friedrich Grotefend, Ernst A. Heiliger, Caroline Herschel, George Ch. von Hinüber, Charlotte Kestner, Christian L. A. Patje, Ernst August Rumann, Heinrich Philipp Sextro, Heinrich Tramm und andere mehr, insbesondere aus den sogenannten “hübschen Familien”, die im 18./19. Jahrhundert in Kurhannover bzw. im Königreich Hannover die bürgerliche Oberschicht bildeten. Der Gartenfriedhof ist heute ein Kulturdenkmal, das nicht nur aufgrund der dort bestatteten Persönlichkeiten besondere Beachtung verdient. Die Grabmale mit klassizistischen und romantischen Gestaltungselementen sind auch von besonderer kulturhistorischer Bedeutung. Zahlreiche Inschriften beschreiben eindrucksvoll die Einstellung zu Glaubensfragen während der damaligen Epoche, insbesondere die Hoffnung auf Auferstehung und ein ewiges Leben.

Der Gartenfriedhof gehört zu dem Projekt “Wo sie ruhen – Berühmte Grabstätten auf historischen Friedhöfen in Deutschland”, bei dem für 37 national bedeutsame historische Friedhöfe eine WebApp mit audio-visuellen Informationen entwickelt wurde.

Der folgende Link öffnet eine Tabelle mit 364 Grabmalen des Gartenfriedhofs, die von den ursprünglich vorhandenen 5.000 Grabstellen noch Personen zugeordnet werden können. Sie liefert Geburts- und Sterbedaten sowie Grabmalinschriften, Bildmaterial und einen Lageplan: Grabmale auf dem Gartenfriedhof Hannover